ZAL und Ausbildung

posted am: 24 Mai 2018

Ein Zentrum für Aus- und Weiterbildung (ZAL) ist eine offiziell autorisierte Einrichtung, die spezifische weiterqualifizierende Maßnahmen für ein höheres Leistungsniveau anbietet. Die Angebote der Bildungsstätten können sowohl von Privatpersonen als auch von Firmen optional in Anspruch genommen werden. Die einzelnen Stätten bedienen ein überregionales Einzugsgebiet. 

Das Leistungsspektrum der regionalen Einrichtungen deckt ein breites Angebot an Seminaren und Kursen ab, die sich ausschließlich an den situativen Anforderungen des Arbeitsmarkts orientieren. Insbesondere für arbeitssuchende Personen ebnet ein zertifiziertes ZAL die Möglichkeit für einen Eintritt in ein reguläres und langfristiges Arbeitsverhältnis. Entsprechend können Umschulungen sowie Weiterqualifizierungen an den Bildungsstätten absolviert werden. In diesem Kontext können etwaige Bildungsgutscheine effizient und zielführend eingesetzt werden. Ebenso werden in den Einrichtungen Verbundausbildungen umgesetzt. Ein ZAL ist grundsätzlich ein zertifizierter Weiterbildungsträger.   

Beispielsweise dienen Zertifikate der AZAV oder des TÜV als Indikatoren für erstklassige Bildungsoptionen. Wegen der offiziellen Zertifizierung der Weiterbildungsträger werden sämtliche Maßnahmen flächendeckend auf dem Arbeitsmarkt anerkannt. Die Zentren fördern daher Initialqualifikationen im Rahmen von Ausbildungen und Weiterqualifizierungen.  Die einzelnen Leistungen sind von der jeweiligen Spezifikation der Einrichtungen abhängig. Beispielsweise können bei den Weiterbildungsträgern Kurse, Seminare und Lehrgänge in den Segmenten Elektro-, Sanitärtechnik, Anlagenmechanik, Zerspannung, CNC, Metalltechnik, Schweißen, Lager, Logistik, Kurierfahrten sowie im kaufmännischen Fachbereich besucht werden.   

Für eine optimierte Berufsorientierung unterhalten zahlreiche Einrichtungen ein „ Berufspraktisches Trainingszentrum". Branchenübergreifend können auf diese Weise spezielle Fachbereiche erprobt werden. Derartige Angebote sind mit einer hohen Flexibilität für Interessierte verknüpft. Ein täglicher Einstieg in die einzelnen Programme ist deshalb fortwährend unkompliziert möglich. 

Eine fundierte Eignungsfeststellung eruiert die persönliche Eignung für den Arbeitsmarkt. Orientiert an der individuellen Analyse werden Faktoren, die als vermittlungshemmend einzustufen sind, minimiert und effektiv beseitigt. 

Ergänzend führen die Weiterbildungsträger Bildungsberatungen durch, die an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt heranführen.   

Arbeitssuchende können sowohl Qualifizierungsmöglichkeiten wahrnehmen als auch einen Berufsabschluss mitsamt zugehöriger IHK – Prüfung erwerben. Der Träger verfügt über zahlreiche Kooperationen mit potentiellen Arbeitgebern. Demnach offerieren die Zentren den Absolventen im Nachgang an die Maßnahmen oft attraktive Arbeitsplätze.   

Die Zentren bilden zudem explizit nach den spezifischen Anforderungen einzelner regionaler Betriebe aus. Unternehmen können hierfür an die Einrichtungen herantreten und ihre persönlichen Anforderungskriterien übermitteln. Auf Basis dieser Angaben entwickelt das jeweilige ZAL Maßnahmen, die perfektioniert auf die Bedürfnisse der potentiellen Arbeitgeber zugeschnitten sind. Für eine ideale Praxiserfahrung wird in das maßgeschneiderte Programm eine Praxisphase in den betreffenden Firmen integriert. Ferner setzen zahlreiche Weiterbildungsträger eine umfassende Berufsorientierung für Schüler um. Im Rahmen einer mehrwöchigen Projektphase erfolgt eine individuelle Potentialanalyse aller Schüler. Fähigkeiten, Stärken und Interessen werden im Zuge dessen in den Berufskontext überführt. Außerdem wird mit dem Praxislernen eine fächerübergreifende und berufsorientierte Unterrichtsform durchgeführt. Unterstützt durch die Leistungen der Zentren können Schüler eine individuell orientierte Berufs- oder Studiumsauswahl realisieren.

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