Mit agilem Projektmanagement in moderne Strukturen!

posted am: 17 Januar 2020

Das agile Projektmanagement entstand in seinen Grundzügen bereits in den 90er Jahren. Im Bereich der Softwareentwicklung begannen sich klassische Methoden des Projektmanagements in eine flexiblere Art und Weise zu wandeln. Im Jahr 2001 wurden diese Prozesse und Werte durch eine Gruppe von führenden Entwicklern im "agilen Manifest" erstmals benannt und zu einer Methode, bestehend aus 12 Prinzipien, zusammengefasst.

Agile Projekte bestehen zeitlich aus mehreren Sprints, die wahlweise über eine bestimmte Anzahl an Wochen andauern. Nach jedem Sprint findet der sogenannte Sprintübergang statt. Hier wird der vergangene Sprint aus Sicht des Teams und des Verantwortlichen bewertet und die Marschrichtung für den neuen Sprint in Form von Aufgaben festgelegt. Mehrere Sprints stellen eine Etappe dar. Die Aufgaben werden am Sprintboard in Form von Zetteln visualisiert. Das Team legt im Sprintübergang fest, welche To-Do's für das Erfüllen der vom Product Owner festgelegten Aufgaben notwendig ist und ob diese generell als machbar erscheinen. Sollte das nicht der Fall sein, kann das Team statt den Daumen hoch auch Vorschläge bringen, die das Erfüllen der Aufgabe realistischer gestalten. Beispielsweise das Mitwirken eines Kollegen, der sich noch nicht im Team befindet. Während der Sprints trifft sich das Team zu den Daily-Meetings um am Sprintboard die neuen Fortschritte zu teilen und auf auftretende Probleme zu reagieren. Wichtig ist hier: Der Product Owner nimmt an diesen Meetings nicht statt, um dem Team einen hohen Grad an Freiheit zu bieten.

Folgende Rollen sind beteiligt:
-Der Product Owner gibt wie ein klassischer Projektleiter die strategische Richtung des Projektverlaufs vor. Er legt die Aufgaben für die Sprints fest und gibt dem Team regelmäßiges Feedback.
-Das Entwicklungsteam erledigt die vom Product Owner geforderten Aufgaben.
-Der Coach nimmt eine moderierende und lenkende Rolle in Bezug auf die Methode bei Sprintübergängen und Daily-Meetings ein und bereitet diese vor. Er ist kein Mitglied des Teams und beteiligt sich auch nicht an projektbezogenen Aufgaben.

Der Begriff "agiles Projektmanagement" beinhaltet verschiedene Methoden wie Scrum, Extreme Programming oder Kanban. Diese Methoden unterscheiden sich von der klassischen Projektbearbeitung. Dort ist der Umfang eines Projektes fest definiert und die Zeit wie auch der Aufwand passt sich diesem an. Das bedeutet, es können Meilensteine verschoben oder der Einsatz von Mitarbeitern variiert werden. Agile Methoden drehen den Spieß um, Aufwand und Zeit sind gesetzt, jedoch passt sich der Umfang an, wenn sich die Anforderungen verändern.

Daraus entstehen folgende Vorteile:
-Hohe Eigenverantwortung und damit verbundene Motivation.
-Fortlaufende Verbesserung der Arbeitsweise durch iterativen Prozess.
-Kontinuierliche Erfassung der Anforderungen.
-Häufiges Reflektieren durch regelmäßige Bewertung der Ergbenisse.
-Kurze Dienstwege durch tägliche Meetings.

Wie der Name schon sagt, bietet das agile Projektmanagement eine erhöhte Flexibilität. Es lässt sich schneller auf auftretende Probleme oder Änderungen der Anforderungen durch den Kunden reagieren. Das bietet bei geeigneten Projekten einen enormen Mehrwert in Bezug auf qualitativ hochwertige Ergebnisse und kann die Arbeit deutlich effektiver und für die Mitarbeiter sehr spannend gestalten.

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